Mittwoch, 8. Februar 2017

Wenn die Story nicht mehr stimmt: Verkauf Gilead Sciences

Es hat sich einmal wieder gezeigt: Kaufe niemals in einen Abwärtstrend hinein.
Man weiss nie, wann das Ende nach unten erreicht ist.
Und auch ich habe einmal wieder diesen Fehler gemacht, weil ich fälschlicherweise dachte, dass dieser hoch profitable Biopharma Wachstumswert sich bestimmt wieder erholen wird.

Fehler Nummer eins:

Der Chart, der in allen Zeitebenen klar nach unten zeigt.




Fehler Nummer zwei:


Ich darf hier Marion Schlegel vom Aktionär zitieren:
08.02.2017 - 10:53 Uhr - MARION SCHLEGEL - Redakteurin

Kräftig nach unten ging es gestern mit der Aktie von Gilead Sciences. Nachbörslich verlor das Papier 5,7 Prozent auf 68,99 Dollar. Damit setzt die Aktie ihren seit Monaten andauernden Abwärtstrend fort. Was war passiert? Gilead hat die Zahlen für das vierte Quartal sowie den Ausblick 2017 veröffentlicht. Im letzten Jahresviertel 2016 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Umsatz von 7,3 Milliarden Dollar nach 8,5 Milliarden Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie sank von 3,32 auf 2,70 Dollar. Dennoch wurden die Erwartungen der Analysten, die mit Einnahmen von 7,2 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 2,61 Dollar gerechnet hatten, übertroffen. Allerdings sorgte der langfristige Ausblick für eine herbe Enttäuschung bei den Anlegern. Gileaed rechnet für 2017 nur noch mit einem Umsatz von 22,5 bis 24,5 Milliarden Dollar, was einem Umsatzrückgang von 23 Prozent im Vergleich zu 2016 entspräche.
Dr. Daniel Koller von BB Biotech im Interview
Gilead Sciences ist die fünftgrößte Position im Portfolio der Schweizer Biotech-Beteiligungsgesellschaft BB Biotech. DER AKTIONÄR hat sich vor Kurzem mit dem Head des Management-Teams, Dr. Daniel Koller, über die Entwicklungen bei Gilead unterhalten. Dr. Koller erklärte auf die Frage, warum man weiterhin an Gilead festhalte: „Wir verkaufen nicht auf diesem Niveau. Zudem verfügen wir über Freiheiten, eine neue Position kaufen zu können, ohne Verkäufe zu tätigen, da wir über ein Darlehen agieren können. Zunächst einmal muss man betrachten, warum der Kurs unter Druck geraten ist und das KGV bei 6 bis 7 liegt. Das HIV-Geschäft läuft weiter sehr solide. Allerdings hat der Hepatitis-C-Markt im Jahr 2015 seien Peak erreicht. Man hat hier nicht nur Konkurrenz sondern auch die spezielle und einzigartige Situation, dass Patienten zu 95 Prozent geheilt werden, der Virus also nach der Behandlung weg ist. Man wird diesen Markt irgendwann durchtherapieren und diesen Markt in der Zukunft quasi inexistent machen. Und das gefällt der Börse natürlich nicht, denn mit sinkenden Umsätzen und schrumpfenden Gewinnen wird eine Erholung schwierig. Bis zur nächsten größeren Produktlancierung von Gilead braucht es Geduld, denn sowohl Hepatitis-B als auch NASH, die zwei Indikationen, die sie ebenfalls im Leberbereich testen, befinden sich beide noch in Phase-2-Studien.“
„Der Fokus der Wall Street liegt derzeit deshalb fast ausschließlich darauf, was Gilead mit seinen enormen Cashmengen machen wird. Das Management ist auf der JP Morgan Healthcare Konferenz angetreten und hat geäußert, dass man nächstes Jahr nicht noch einmal auftreten möchte, um immer noch nur über HIV und Hepatitis C zu präsentieren“, so Koller weiter. Man darf also gespannt sein, wann Gilead einen entsprechenden Übernahme-Deal verkünden wird und zu welchen Konditionen.
„Und historisch hat Gilead Mut bewiesen, als sie etwa 2011 Pharmasset für zwölf Milliarden Dollar gekauft hat. Damals erntete die Gesellschaft Kopfschütteln darüber, wie man so viel Geld für ein Phase-2-Asset ausgeben kann. Und genau dieses Asset wurde dann die Basis des Hepatitis-C-Erfolgs. Also wenn man das Rad zurückgedreht, kann man gratulieren, dass sie den Mut hatten, diese große Transaktion zu tätigen. Dennoch glaub ich, dass die Aktie vorerst einen wenig spannenden Verlauf aufzeigen wird, bevor nicht etwa eine Transaktion getätigt wird oder aus der Pipeline ein Erfolg vermeldet wird“, erläutert Koller.

Die Story stimmt schon länger nicht mehr, da hilft auch kein Hoffen.
Mein Fazit heute: Ausstieg bei 12 % Verlust, meiner persönlichen Reißleine bei Wachstumswerten.
Umso mehr, wenn die Wachstumsphase endet und ein Schrumpfprozess in Gewinn und Umsatz einsetzt.




Sonntag, 29. Januar 2017

Neues Allzeithoch des wikifolio MPINVEST_Globale Trends bei 147,34

Das von mir gemanagte wikifolio MPINVEST_Globale Trends markiert an diesem Freitag ein neues Allzeithoch bei 147,34 €.

Seit Auflegung am 16.03.2013 wurde somit ein Wertzuwachs von 10,52 % p.a. erzielt.
Meine letzte Messung Ende Dezember zeigte einen Wert von 10,0 % p.a.. 

Eine haussierende Börse, erfolgreiche Neuaufnahmen wie Skyworks Solutions, Teradyne oder Checkpoint Software Technologies sowie das Wiedererstarken einer Nvidia, der Aktie 2016 schlechthin, sorgten für eine Beschleunigung der " Jahres Performance ".




Die oben aufgeführten Aktien Skyworks, Checkpoint, Teradyne und Nvidia fallen alle in die Rubrik Trading.
Neue Aufwärtstrend, besser als erwartet gemeldete Ergebnisse und Gap ups bei starkem Volumen machten mir den Einstieg leicht.

In dieser Woche wurde ein weiterer Wert in der Rubrik Investment aufgenommen:
BET-AT-HOME.

Was unterscheiden diese beiden Anlagestile voneinader?

Beim Trading achte ich auf klare Einstiegs und Ausstiegssignale und halte mich strikt daran.
Meine Einstiegssignale sind 52W Hochs, Turtle 2 Signale und Gap Ups mit High Volume.

Beim Investieren kaufe ich Firmenanteile in Form von Aktien und halte diese am liebsten für immer.
Diese Firmen müssen über eine hohe Eigenkapitalrendite verfügen und eine hohe operative Marge aufweisen. Darüber hinaus müssen sie steigende Umsätze und steigende Gewinne, am besten noch zusätzlich steigende Dividenden aufweisen.
Das " Halten für immer" reduziert die Gebühren für ständiges Kaufen und Verkaufen, was die online Broker natürlich nicht freut aber umso mehr meinen Depot Zuwachs.
Und es lässt das Vermögen mit der Zeit durch Kursanstiege und Dividenden, dem Zinseszins Effekt sei Dank, in unvorstellbare Höhen klettern. 

Warum kaufe ich nun BET-AT-HOME.

Jedem vernünftigen Menschen wird klar sein, dass Glücksspiel und Sportwetten auf lange Sicht zu 100% mit einem Totalverlust endet.

Hält man hingegen eine Aktie - einen Firmenanteil - nur lange genug, ich spreche hier von mindestens 5 Jahren, besser 20 oder 30 Jahren, dann wird man durch Kursgewinn und Dividendenzahlungen - gerade wenn sie jährlich steigen - zu 100 % im Gewinn enden.

Also, warum nicht die beste Glücksspiel Aktie am europäischen Markt ins Depot packen.




Übrigens:  in der Finanzkrise hätte man BET-AT-HOME für 3 € kaufen können, jetzt steht sie 30 fach höher.



Hier noch das aktuelle wikifolios: MPINVEST Globel Trends





Lassen Sie Ihr Geld nicht versauern oder geben sich mit mageren Renditen ab,
10 % p.a. sollte für jeden drin sein.


Hier geht es direkt zum wikifolio


Übrigens:
Eine Langfristanlage in dieses wikifolio über 20 Jahre wird mir 184.800 € bescheren.